Hendrik Marks et al.: Dynamics of gene silencing during X inactivation using allele-specific RNA-seq. Genome Biology, 03.08.2015, 16:149. Schon früh in der Embryonalentwicklung eines weiblichen Säugetiers wird eines der beiden X-Chromosomen weitgehend epigenetisch deaktiviert, damit seine Gene nicht doppelt so häufig abgelesen werden wie bei männlichen Tieren, deren Zellen nur ein X-Chromosom besitzen. Diese so… Wie das überzählige X-Chromosom runterfährt weiterlesen
Kategorie: grundlagenforschung
Histon-Code bei Entwicklung unwichtig?
Silvia Pérez-Lluch et al.: Absence of canonical marks of active chromatin in developmentally regulated genes. Nature Genetics 47, 10/2015, S. 1158-1167. Leider ist es bei der Epigenetik wie bei allen ernsthaften Wissenschaften: Je mehr neue Details Forscher ergründen, desto unübersichtlicher wird das Feld. In Sachen Histon-Code schien bislang zum Beispiel klar, es gibt Histon-Markierungen, die… Histon-Code bei Entwicklung unwichtig? weiterlesen
Verbindung zwischen Stress und Depression
HauSheng Sun et al.: ACF chromatin-remodeling complex mediates stress-induced depressive-like behavior. Nature Medicine 21, 10/2015, S. 1146-1153. Viele Forscher nehmen heute an, dass Depressionen durch toxischen Stress zumindest mit ausgelöst werden. Der Stress verstellt danach die Epigenome in wichtigen Stimmungs- und Angst-Zentren des Gehirns und verwandelt so dauerhaft den Stoffwechsel des Denkorgans. Deshalb hofft man… Verbindung zwischen Stress und Depression weiterlesen
Auch Histon-Code wird vererbt
Keith Siklenka et al.: Disruption of histone methylation in developing sperm impairs offspring health transgenerationally. Science, 08.10.2015, Online-Vorabpublikation. Geht es um die generationsübergreifende Vererbung epigenetischer Informationen per Keimbahn, also um die Weitergabe epigenetischer Schalter über Samen- oder Eizellen, zweifeln viele Epigenetiker noch immer. Zwar gibt es zunehmend Daten auch aus Experimenten mit Säugetieren, dass die… Auch Histon-Code wird vererbt weiterlesen
Epigenetischer Marker für Homosexualität
Tuck C. Ngun et al.: A novel predictive model of sexual orientation using epigenetic markers. Presented at American Society of Human Genetics 2015 Annual Meeting, Baltimore, Md., 08.10.2015. Pressemitteilung der American Society of Human Genetics, 08.10.2015. Ende 2012 stellten Mathematiker und Evolutionsbiologen um Sergey Gavrilets von der University of Tennessee ein neues Modell zur Entstehung… Epigenetischer Marker für Homosexualität weiterlesen
Ist Altern ein epigenetischer Prozess?
Payel Sen et al.: H3K36 methylation promotes longevity by enhancing transcriptional fidelity. Genes and Development 29, 01.07.2015, S. 1362 – 1376. Immer mehr Resultate legen die Vermutung nahe, dass die Alterung von Lebewesen im Grunde ein epigenetisches Phänomen ist. Danach altert auch der Mensch, indem sich seine Zellen epigenetisch so verändern, dass sie weniger gut… Ist Altern ein epigenetischer Prozess? weiterlesen
Holocaust-Überlebende vererben Trauma
Rachel Yehuda et al.: Holocaust exposure induced intergenerational effects on FKBP5 methylation. Biological Psychiatry, 12.08.2015, Online-Vorabpublikation. Dass traumatische Erlebnisse der Mutter während der Schwangerschaft nicht nur die eigene Stressregulation sondern auch die der Föten zeitlebens verändern können, ist schon länger bekannt. Zudem wurde mehrfach gezeigt, dass dafür epigenetische Veränderungen verantwortlich sind, die die Aktivierbarkeit solcher… Holocaust-Überlebende vererben Trauma weiterlesen
Erste Schritte der Zell-Reprogrammierung
Bo-Hua Jiang et al.: CHD1L regulated PARP1-driven pluripotency and chromatin remodeling during the early-stage cell reprogramming. Stem Cells 33, 10/2015, S. 2961-2972. Die künstliche Reprogrammierung von Körperzellen in das pluripotente Stadium, aus dem sich ähnlich wie bei einer der allerersten Zellen eines neu gezeugten Menschen noch nahezu jede spätere Körperzelle entwickeln kann, gilt als großer… Erste Schritte der Zell-Reprogrammierung weiterlesen
Prägung auf den Feind
Sophie St-Cyr & Patrick O. McGowan. Programming of stress-related behavior and epigenetic neural gene regulation in mice offspring through maternal exposure to predator odor. Frontiers in Behavioral Neuroscience 9:145 06/2015, doi: 10.3389/fnbeh.2015.00145. Anhaltender Stress während der Trächtigkeit von Versuchstieren oder in der Phase kurz nach der Geburt verändert auf epigenetischem Weg die spätere Stressregulation des… Prägung auf den Feind weiterlesen
Epigenetik der Gehirn-Entwicklung
Paola Tognini et al.: Experience-dependent DNA methylation regulates plasticity in the developing visual cortex. Nature Neuroscience 18, 07/2015, doi: 10.1038/nn.4026. Damit wir lernen können, baut sich das Gehirn permanent um. Nervenzellen bilden neue Auswüchse und knüpfen haufenweise neue Kontakte (Synapsen) zu anderen Nervenzellen. Gleichzeitig werden überflüssige Kontakte und Nervenzell-Fortsätze abgebaut. Für all diese Veränderungen müssen… Epigenetik der Gehirn-Entwicklung weiterlesen