Wir werden schöner

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Wie das „männliche“ Gehirn entsteht

Die Gehirne von Männern und Frauen unterscheiden sich. Das ist ein biologischer Effekt, aber er bezieht sich natürlich nur auf die durchschnittliche Frau und den Durchschnitts-Mann. (Bildrechte: depositphotos/chachar)

Bruno Gegenhuber et al.: Gene regulation by gonadal hormone receptors underlies brain sex differences. Nature 606, 04.05.2022, S. 153-159. Männliche Säuger inklusive Menschen entwickeln ihre geschlechtstypischen Eigenschaften als Folge dreier verschiedener Schübe des Geschlechtshormons Testosteron. Während der Embryonalphase steigt es ein erstes Mal an, sinkt dann ab, um direkt nach der Geburt eine zweite steile… Wie das „männliche“ Gehirn entsteht weiterlesen

Chromatinmuster bei koronarer Herzkrankheit

Adam W. Turner et al.: Single-nucleus chromatin accessibility profiling highlights regulatory mechanisms of coronary artery disease risk. Nature Genetics 54, 19.05.2022, S. 804-816. Das komplexe Geschehen multifaktorieller Leiden lässt sich mit modernen molekularbiologischen Methoden immer besser erfassen. Dazu gehört auch die Analyse des Chromatinmusters (Gemisch aus Protein und DNA), mit dem das Erbgut die Zugänglichkeit… Chromatinmuster bei koronarer Herzkrankheit weiterlesen

Mit der CRISPR-Genschere Alkoholkrankheit heilen?

Modell: Alkoholkonsum in der Adoleszenz verändert die Epigenetik in der Amygdala. Das Chromatin zieht sich zusammen und das ARC-Gen kann nicht mehr gut abgelesen werden. Wird mit der Methode CRISPR/dCas9 das Chromatin gelockert (grün), werden Gene wie Arc aktiver und Sucht und Angst verschwinden. Im umgekehrten Fall (rot) bleiben Sucht und Angst erhalten. (Bildrechte: Bohnsack et al., Sci. Adv. 8, eabn2748 (2022)

John Peyton W. Bohnsack et al.: Targeted epigenomic editing ameliorates adult anxiety and excessive drinking after adolescent alcohol exposure. Science Advances 8, 04..05.2022, eabn2748. Die Genschere CRISPR/Cas9 wird längst nicht mehr nur genutzt, um den genetischen Code gezielt zu verändern. Auch das Epigenom lässt sich damit relativ einfach und zuverlässig editieren. Die Gene selbst bleiben… Mit der CRISPR-Genschere Alkoholkrankheit heilen? weiterlesen

KI reinigt epigenomische Daten

Wie ein Staubsauger, der Bakterien aus einer Gewebeprobe entfernt, bevor sie untersucht wird, reinigt die neue KI-Methode die gemessenen Daten im Nachhinein. (Bildrechte: Yimeng Kong. Design: Yimeng Kong and Gang Fang)

Yimeng Kong et al.: Critical assessment of DNA adenine methylation in eukaryotes using quantitative deconvolution. Science 375, 04.02.2022, S. 515-522. Anders als bei höher entwickelten Organismen mit Zellkern bedeutet eine DNA-Methylierung bei Bakterien meist, dass die Base Adenin eine Methylgruppe erhält, nicht das Cytosin. Seit einigen Jahren gibt es aber Hinweise, dass diese Adenin-Methylierung auch… KI reinigt epigenomische Daten weiterlesen

Sollten Krebspatient*innen kein Palmöl essen?

Gloria Pascual et al.: Dietary palmitic acid promotes a prometastatic memory via Schwann cells. Nature 599, 10.11.2021, S. 485-490. Schon länger ist bekannt, dass Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Fettsäuren zumindest bei bestimmten Krebsarten einen Einfluss darauf haben können,  ob und wie stark sie metastasieren, wie aggressiv ein Tumor also seine Zellen im Körper… Sollten Krebspatient*innen kein Palmöl essen? weiterlesen

intro zur Ausgabe 36, August 2022

Wissenschaftsautor Peter Spork

Liebe Leser*innen, es ist jetzt 15 Jahre her, dass ich im Büro des Epigenetikers Bernhard Horsthemke an der Universität Duisburg-Essen saß. Er ließ sich viel Zeit, mir die Welt dieser faszinierenden neuen Wissenschaft zu erklären. Wenig später besuchte ich seinen Kollegen Renato Paro in Basel. Viele Informationen aus diesen und ähnlichen Gesprächen mit anderen Expert*innen… intro zur Ausgabe 36, August 2022 weiterlesen

Wenn Mäuse Eizell-Gene nicht stumm schalten können

Shogo Matoba et al.: Noncanonical imprinting sustains embryonic development and restrains placental overgrowth. Genes and Development 36, 01.04.2022, S. 483-494. Beim so genannten genomischen Imprinting schalten Säugetiere oder Blütenpflanzen in ihren Keimzellen einzelne Gene epigenetisch stumm, damit die Nachkommen sie nicht benutzen können (s. Newsletter Epigenetik 30). Der Trick dabei ist, dass männliche Organismen andere… Wenn Mäuse Eizell-Gene nicht stumm schalten können weiterlesen

Schweres Asthma entsteht manchmal schon im Mutterleib

Kevin M Magnaye et al.: DNA methylation signatures in airway cells from adult children of asthmatic mothers reflect subtypes of severe asthma. PNAS 119, 14.06.2022, e2116467119. Hat die Mutter Asthma, steigt das Risiko der Kinder, das gleiche Leiden zu bekommen. Das hat aber nicht nur mit Genetik zu tun, sondern vermutlich auch mit Umwelteinflüssen aus… Schweres Asthma entsteht manchmal schon im Mutterleib weiterlesen

Neuer Ansatz gegen Schlafkrankheit

Fabien Guegan et al.: A long non coding RNA promotes parasite differentiation in African trypanosomes. Science Advances 8, 15.06.2022, eabn2706. Zu den gefährlichsten Parasiten aus der Gruppe der Trypanosomen gehört die afrikanische Art Trypanosoma brucei. Sie löst die Schlafkrankheit aus. Jetzt entdeckte ein internationales Team, dass ein epigenetischer Mechanismus zur Umwandlung des krank machenden Stadiums… Neuer Ansatz gegen Schlafkrankheit weiterlesen