Misbah Aziz et al.: EZH2 inhibition via GSK-126 mitigates EndMT and atherosclorosis in diabetes: A translational epigenetic approach. Science Advances 12, 29.05.2026, eaee5560. Menschen mit Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten. Ist der Blutzuckerspiegel erhöht, schädigt das die Innenwände der Blutgefäße, so dass Arteriosklerose sie verengt. Als Folge drohen Herzinfarkt und Schlaganfall. Biologisch… Epigenetisches Medikament könnte Herz bei Diabetes schützen weiterlesen
Schlagwort: Diabetes
Gebt werdenden Müttern mehr Geld
Sumit Agarwal et al.: Cash transfers in the perinatal period and investigations of infant maltreatment. JAMA Pediatrics, 07.05.2026, Online-Vorabpublikation. In den 1980er Jahren entwickelten der Brite David Barker und der Deutsche Günter Dörner unabhängig voneinander die Theorie, dass frühe kindliche Prägungen eines Menschen das Risiko für spätere Krankheiten beeinflussen. Besonders wichtig sei die perinatale Phase,… Gebt werdenden Müttern mehr Geld weiterlesen
Pinguine im Zoo leben länger, aber altern schneller
Robin Cristofari et al.: Lifestyle change accelerates epigenetic ageing in King penguins. Nature Communications, 11.03.2026, Online-Vorabpublikation. Wir Menschen kennen das Dilemma: Ist unser Kühlschrank immer gefüllt und sitzen wir zu viel herum, erhöht sich das Risiko für sogenannte Zivilisationskrankheiten wie Typ-2-Diabetes oder Herzinfarkt. Dagegen helfen eine gesunde, ausgewogene Ernährung und viel Sport. Aber bremst ein… Pinguine im Zoo leben länger, aber altern schneller weiterlesen
Diabetes erkennen, bevor er entsteht
Amandeep Singh et al.: Stratifying high-risk prediabetes clusters using blood-based epigenetic markers. Biomarker Research 14, 17.01.2026, 19. Krankheiten behandeln, bevor sie entstehen. So lautet die Idee einer möglichst präzisen, also individualisierten Präventionsmedizin. Im Fall des Typ-2-Diabetes könnte die Wissenschaft der Systembiologie diesem Ideal nun ein gutes Stück näher gekommen sein. Ein Team von Forschenden aus… Diabetes erkennen, bevor er entsteht weiterlesen
Infekt männlicher Mäuse verändert Spermien und Nachwuchs
Chenxuan Li et al.: Paternal immune activation-induced alteration of 28S rRNA-derived small RNAs in sperm reprograms offspring phenotypes. PNAS Nexus 5, 13.01.2026, pgaf381. Es gibt inzwischen eine Menge Studien, die belegen, dass die Gesundheit von Männern ihre Spermien verändert, und dass diese Veränderung die Gesundheit von Kindern ein Stück weit prägt. Verantwortlich für den auch… Infekt männlicher Mäuse verändert Spermien und Nachwuchs weiterlesen
Insulinresistenz des Gehirns messen
Eine Insulinresistenz des Gehirns erhöht deshalb direkt das Risiko für krankhaftes Übergewicht und für kognitive Störungen wie Depressionen oder Morbus Alzheimer. Eine Früherkennung wäre wichtig, weil man mit ihrer Hilfe rechtzeitig gegensteuern könnte – beispielsweise mit mehr Bewegung. Doch bisherige Verfahren zur Diagnose eines insulinresistenten Gehirns sind sehr aufwändig.
Es könnte deshalb ein großer Fortschritt sein, was Forschende um Stephanie Kullmann vom Münchner Helmholtz Zentrum jetzt mit Hilfe des Deep Learning genannten KI-Verfahrens aufspürten. (Für die gesamte Meldung, bitte den Titel anklicken.)
Wie die Epigenetik den Jojo-Effekt erklärt
Forschende entdeckten epigenetische Veränderungen in Fettzellen adipöser Menschen und Mäuse, die auch dann erhalten bleiben, wenn diese effektiv Gewicht verloren haben. Die Veränderungen bilden offenbar eine Art Gedächtnis und sind vermutlich verantwortlich für den Jojo-Effekt, also dafür, dass Menschen, die abgenommen haben, sehr viel leichter als andere zum Ursprungsgewicht zurückkehren. (Bitte Titel der Meldung anklicken.)
Du bist, was dein Vater isst
Dass die Ernährung von Müttern während der Schwangerschaft einen großen Einfluss auf die spätere Gesundheit ihrer Nachkommen hat, ist längst bekannt. Der Lebensstil der Schwangeren beeinflusst die Epigenetik der Kinder und prägt sie so mitunter für den Rest ihres Lebens. Allerdings scheint das Essverhalten der Väter eine ganz ähnliche Rolle zu spielen. Wie hierbei die Übertragung des Lebensstils auf die Molekularbiologie der Kinder gelingt, ist aber noch weitgehend unbekannt.
Epigenetikerïnnen des Instituts für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München entdeckten nun in Experimenten mit Mäusen eine neue Erklärung für das Phänomen.
Epigenetische Marker für personalisierte Prävention bei Diabetes
Viele Menschen mit Typ 1-Diabetes werden im Laufe ihres Lebens zusätzlich nierenkrank und sind auf eine Dialyse oder Nierentransplantation angewiesen. Ein epigenetischer Test könnte in Zukunft helfen, Betroffene mit dem größten Risiko frühzeitig zu erkennen.
Epigenetische Vererbung von Traumata: Was ist wirklich erforscht?
Woran liegt es, dass manche Kriegsopfer eine Traumafolgestörung entwickeln und andere nicht? Was haben Nachkommen von traumatisierten Menschen zu befürchten? Erben sie womöglich das konkrete Trauma oder ist zumindest ihre Gesundheit gefährdet, etwa weil sie eine schlechtere Resilienz gegenüber Stresskrankheiten haben?
