Diabetes erkennen, bevor er entsteht

Amandeep Singh et al.: Stratifying high-risk prediabetes clusters using blood-based epigenetic markers. Biomarker Research 14, 17.01.2026, 19. Krankheiten behandeln, bevor sie entstehen. So lautet die Idee einer möglichst präzisen, also individualisierten Präventionsmedizin. Im Fall des Typ-2-Diabetes könnte die Wissenschaft der Systembiologie diesem Ideal nun ein gutes Stück näher gekommen sein. Ein Team von Forschenden aus… Diabetes erkennen, bevor er entsteht weiterlesen

Pflanzen altern ähnlich wie Menschen

Dawai Dai et al.: Aging drives a program of DNA methylation decay in plant organs. Science, 29.01.2026, adu2392. In Säugetieren tickt eine epigenetische Uhr: Nach und nach verliert die DNA in den Zellen angelagerte, epigenetisch aktive Methylgruppen (CH3). Der Deutsch-Amerikaner Steve Horvath war der erste, der diese Uhr systematisch für die Messung des biologischen Alters… Pflanzen altern ähnlich wie Menschen weiterlesen

Fußballspiel macht Profis viele Jahre jünger – vorübergehend

Fußballspielen hält jung – dafür sprechen die Resultate einer neuen Studie, die systematisch die epigenetischen Uhren von Fußballprofis ausgewertet hat. (Bildrechte: depositphotos / STYLEPICS)

Robert T. Brooke et al.: Epigenetic age monitoring in professional soccer players for tracking recovery and the effects of strenuous exercise. Aging Cell 24, 10/2025, e70182. Die extreme körperliche Belastung eines professionellen Fußballspielers während eines Matches scheint ihn biologisch um viele Jahre zu verjüngen. Bei Mittelfeldspielern beträgt der Effekt im Durchschnitt erstaunliche 17,8 Jahre. Bei… Fußballspiel macht Profis viele Jahre jünger – vorübergehend weiterlesen

Epigenetik reagiert nicht auf Gewichtszunahme

Prof. Dr. Anke Hinney (li) und Erstautorin Dr. Luisa Rajcsanyi (re) bei der Auswertung von Methylierungsmustern (Bildrechte: UDE)

Luisa Sophie Rajcsanyi et al.: No indications of weight gain associated DNA methylation changes in patients with anorexia nervosa. Scientific Reports 15, 07.08.2025, Nr. 28870. Viele Studien zeigen, dass Veränderungen des Lebensstils die epigenetisch aktive Umgebung der Gene in betroffenen Körperzellen verwandeln und damit die Genregulation dauerhaft beeinflussen können. Überernährung prägt zum Beispiel die Epigenetik… Epigenetik reagiert nicht auf Gewichtszunahme weiterlesen

Insulinresistenz des Gehirns messen

Eine Insulinresistenz des Gehirns erhöht deshalb direkt das Risiko für krankhaftes Übergewicht und für kognitive Störungen wie Depressionen oder Morbus Alzheimer. Eine Früherkennung wäre wichtig, weil man mit ihrer Hilfe rechtzeitig gegensteuern könnte – beispielsweise mit mehr Bewegung. Doch bisherige Verfahren zur Diagnose eines insulinresistenten Gehirns sind sehr aufwändig.

Es könnte deshalb ein großer Fortschritt sein, was Forschende um Stephanie Kullmann vom Münchner Helmholtz Zentrum jetzt mit Hilfe des Deep Learning genannten KI-Verfahrens aufspürten. (Für die gesamte Meldung, bitte den Titel anklicken.)

Uhr des Lebens

Jetzt präsentierte ein Team von der Hebrew University in Jerusalem, Israel, eine neue epigenetische Uhr, die offenbar das chronologische Alter und nicht das biologische Alter erfasst. Unbekannte Personen, die Straftaten begangen haben, könnten damit leichter gefunden werden. Und es könnten sich aus den Ergebnissen wichtige Hinweise auf ein biologisches Programm zur Messung der Zeit ergeben. (Den ganzen Beitrag lesen Sie, indem Sie den Titel anklicken.)

Epigenetik des Krieges: Werden Traumafolgen vererbt?

Geflüchtete Kinder in einem Lager in Idlib, Syrien. Sollten sie im Krieg Gewalterfahrungen gemacht haben, zeigt sich das vielleicht sogar in ihrer Epigenetik. (Bildrechte: depositphotos / ikurucan)

Abermillionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg. Viele von ihnen mussten schreckliche Gewalt erleben. Gerade Kinder und Jugendliche sind oft traumatisiert. Doch welche Spuren hinterlassen Kriegserfahrungen in der Molekularbiologie betroffener Personen? Zwei Studien liefern jetzt spannende neue Erkenntnisse: Kriegstraumata scheinen das epigenetische Gedächtnis der Zellen zu verändern – und vielleicht werden diese Informationen sogar an folgende Generationen vererbt. (Zum Weiterlesen Titel anklicken.)

Epigenetik macht Tomaten süß

Unreife Tomaten sind bitter und giftig, denn sie enthalten steroidale Glykoalkaloide. (Bildrechte: Von Hans Bernhard (Schnobby) - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9466013)

Unreife Tomaten sind bitter und giftig. Wie die Früchte anderer unreifer Nachtschattengewächse – etwa Kartoffeln oder Auberginen – enthalten sie steroidale Glykoalkaloide. Diese Bitterstoffe schützen sie davor, zu früh gefressen zu werden.

Jetzt entschlüsselte ein chinesisches Forschendenteam, welche genetischen und epigenetischen Netzwerke aktiv werden, damit Tomaten exakt so reifen, dass sie dabei mehrere wichtige Eigenschaften koordiniert verändern (bitte Titel anklicken).

Gesunde Plazenta dank gesunder Epigenetik

Plazentagefäße der Maus (Bildrechte: Augustin/DKFZ)

Das wichtigste Organ im Leben eines Säugetier-Embryos ist die Plazenta der Mutter. Sie versorgt das heranwachsende Leben mit allen wichtigen Nährstoffen sowie Sauerstoff und entsorgt gleichzeitig dessen Abfall. Erstaunlicherweise ist dennoch vergleichsweise wenig über die Biologie des auch Mutterkuchen genannten Organs bekannt. Wie die Epigenetik jetzt Licht ins Dunkel bringt, lesen Sie in diesem Beitrag (Titel anklicken)

Bremst vegane Ernährung das Altern?

Der Deutsch-Amerikaner Steve Horvath stellte im Jahr 2013 seine Horvath‘s Clock genannte Methode vor, mit Hilfe einer recht einfachen Analyse des Musters epigenetisch aktiver Methylierungen an der DNA das biologische Alter von Menschen mit erstaunlicher Genauigkeit zu messen. Seitdem entwickelten Forschende gleich mehrere solcher epigenetischer Uhren. Es gibt mittlerweile sogar Selbsttests.
Jetzt zeigten Gesundheitswissenschaftlerïnnen um Varun Dwaraka aus Lexington, USA, dass auch die Ernährung einen messbaren Einfluss haben kann.