Intro April 2012

Der Newsletter Epigenetik existiert nun schon seit zwei Jahren. Heute, etwa 130 Meldungen später, liegt die neunte Ausgabe in Ihren Händen. Für mich ist das ein guter Grund, mich ausdrücklich bei der Celgene GmbH zu bedanken, die einst die Idee für den Newsletter hatte und ihn seitdem druckt und finanziert. Immer ging es darum, die… Intro April 2012 weiterlesen

Veröffentlicht am
Kategorisiert als intro

Dritte globale Demethylierung

Jeffrey R. Shearstone et al.: Global DNA demethylation during mouse erythropoiesis in vivo. Science 334, 11.11.2011, S. 799-802. Bisher dachten Epigenetiker, es gebe nur zwei entscheidende Schritte, während denen eines der wichtigsten epigenetischen Schaltersysteme – die DNA-Methylierung – in eine Art Urzustand zurückversetzt wird. Diese aktive Demethylierung findet während der frühen Keimzellbildung und noch einmal… Dritte globale Demethylierung weiterlesen

Epigenetische Veränderungen bei Autismus

Hennady P. Shulha et al.: Epigenetic signatures of autism. Trimethylated H3K4 landscapes in prefrontal neurons. Archives of General Psychiatry, 07.11.2011, Online-Vorabpublikation. Schon länger wird vermutet, dass epigenetische Veränderungen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Autismus und verwandten Störungen spielen. Jetzt fanden Forscher aus den USA ein starkes Indiz für diese These. Hennady Shulha und… Epigenetische Veränderungen bei Autismus weiterlesen

Neue Behandlungsstrategie gegen Angelman-Syndrom

Hsien-Sung Huang et al.: Topoisomerase inhibitors unsilence the dormant allele of Ube3a in neurons. Nature 21.12.2011, Online-Vorabpublikation. Das Angelman-Syndrom ist eine schwere neurologische Entwicklungsstörung, die auftritt, wenn ein Kind von der Mutter ein verändertes, stumm geschaltetes oder defektes Gen für ein bestimmtes Protein namens UBE3a geerbt hat. Das väterliche Gen kann den Ausfall nicht kompensieren,… Neue Behandlungsstrategie gegen Angelman-Syndrom weiterlesen

Epigenetisch vererbte Langlebigkeit

Eric L. Greer et al.: Transgenerational epigenetic inheritance of longevity in Caenorhabditis elegans. Nature 479, 19.10.2011, S. 365-371. Kalifornische Zellbiologen verlängerten die Lebensspanne von Fadenwürmern, indem sie epigenetische Enzyme hemmten. Diese helfen, den Histon-Code der Tiere an einer bestimmten Stelle (H3K4me3) so zu verändern, dass Gene unterdrückt werden. Soweit ist das Resultat nicht ungewöhnlich. Doch… Epigenetisch vererbte Langlebigkeit weiterlesen

Fehlmethylierung hilft vielleicht im Antikrebs-Kampf

Sebastian Dango et al.: DNA unwinding by ASCC3 helicase is coupled to ALKBH3-dependent DNA alkylation repair and cancer cell proliferation. Molecular Cell 44, 04.11.2011, S. 373-384. Eigentlich bauen epigenetische Enzyme Methylgruppen immer nur an Position 5 einer Cytosin- Base der DNA an. Doch in seltenen Fällen erfolgt die Methylierung an Position 3, was die Funktion… Fehlmethylierung hilft vielleicht im Antikrebs-Kampf weiterlesen

HDAC-Hemmer gegen Herzinfarkt?

Pia Larsson: Regulation of vascular endothelial t-PA expression in inflammation. Gothenburg University Publications Electronic Archive, 18.11.2011, http://hdl.handle.net/2077/26266. So genannte HDAC-Hemmer können Gene epigenetisch aktivieren, denn sie unterdrücken Histondeacetylasen (HDACs). Das sind Enzyme, die Gene still legen, indem sie Acetylgruppen von Histon-Eiweißen entfernen. Die HDAC-Hemmer Valproinsäure und Vorinostat sind bereits als Krebsmedikamente im Einsatz. Viele weitere… HDAC-Hemmer gegen Herzinfarkt? weiterlesen

Darmkrebs hat typisches Epigenom

Benjamin P. Berman et al.: Regions of focal DNA hypermethylation and long-range hypomethylation in colorectal cancer coincide with nuclear lamina-associated domains. Nature Genetics, 27.11.2011, Online-Vorabpublikation. Amerikanisch-niederländische Epigenetiker haben sich jetzt bei Darmkrebszellen aus 25 verschiedenen Tumoren genau angeschaut, an welchen Stellen deren DNA methyliert ist und das Resultat mit den Methylierungsmustern von gesunden Darmzellen verglichen.… Darmkrebs hat typisches Epigenom weiterlesen

Pflanzen-Epigenome stabiler als gedacht

Claude Becker et al.: Spontaneous epigenetic variation in the Arabidopsis thaliana methylome. Nature 480, 08.12.2011, S. 245-249. Pflanzen geben anders als Tiere relativ häufig epigenetische Veränderungen an folgende Generationen weiter. Oft wurde deshalb gemutmaßt, dass epigenetisch vererbte Umweltanpassungen die Entstehung neuer Arten beschleunigen dürften (siehe Newsletter Epigenetik 3/2010). Diese Sicht bekam jetzt einen Dämpfer: Der… Pflanzen-Epigenome stabiler als gedacht weiterlesen

Susan M. Gasser

Susan M. Gasser, Direktorin des Friedrich Miescher Instituts für biomedizinische Forschung in Basel erhielt für ihre wissenschaftlichen Beiträge auf dem Gebiet der Epigenetik den angesehenen Prix international des Pariser Instituts Inserm. Die höchste Auszeichnung unter den Inserm-Preisen wird seit 2004 für ein herausragendes Lebenswerk im Dienste der Wissenschaft vergeben. (Bildrechte: Friedrich Miescher Institut)