Darmkrebs hat typisches Epigenom

4. Januar 2012 | Von | Kategorie: onkologie

Benjamin P. Berman et al.: Regions of focal DNA hypermethylation and long-range hypomethylation in colorectal cancer coincide with nuclear lamina-associated domains. Nature Genetics, 27.11.2011, Online-Vorabpublikation.

Amerikanisch-niederländische Epigenetiker haben sich jetzt bei Darmkrebszellen aus 25 verschiedenen Tumoren genau angeschaut, an welchen Stellen deren DNA methyliert ist und das Resultat mit den Methylierungsmustern von gesunden Darmzellen verglichen. Erstaunlicherweise zeigten alle Krebszellen ähnliche systematische Abweichungen. Über weite Strecken besaßen sie viel zu wenige Methylierungen. Doch innerhalb dieser Abschnitte stachen Inseln mit ungewöhnlich starker Methylierung heraus. Hier sind Gene im Zuge der Krebsentstehung stumm geschaltet worden. Der Ort der Veränderung war zudem abhängig von der räumlichen Lage des DNA-Abschnitts im Zellkern. Die Forscher vermuten deshalb, dass sich hinter der krebstypischen epigenetischen Wandlung ein organisiertes Stilllegungsprogramm versteckt, das die dreidimensionale Struktur des Erbguts ausnutzt.

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