Fehlmethylierung hilft vielleicht im Antikrebs-Kampf

5. Januar 2012 | Von | Kategorie: onkologie

Sebastian Dango et al.: DNA unwinding by ASCC3 helicase is coupled to ALKBH3-dependent DNA alkylation repair and cancer cell proliferation. Molecular Cell 44, 04.11.2011, S. 373-384.

Eigentlich bauen epigenetische Enzyme Methylgruppen immer nur an Position 5 einer Cytosin- Base der DNA an. Doch in seltenen Fällen erfolgt die Methylierung an Position 3, was die Funktion eines Gens stark beeinträchtigen kann. Forscher haben jetzt aufgeklärt, wie Zellen diese Schäden rasch reparieren: Wichtig ist ein Stoff namens ALKBH3, der sich mit einer anderen Substanz (ASCC3) zusammentut und das falsch modifizierte DNA-Stück gegen ein korrektes austauscht. Weil diese Reparatur vor allem für Krebszellen wichtig ist, könnte eine Hemmung der beiden Enzyme eine effektive Strategie im Kampf gegen Krebs sein. Und tatsächlich führte der Verlust von ALKBH3 oder ASCC3 in ersten Tests zu einer Hemmung des Tumorwachstums.

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