Beiträge zum Stichwort ‘ transgenerationelle Epigenetik ’

Hat Homosexualität epigenetische Ursache?

2. Januar 2013 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

William R. Rice et al.: Homosexuality as a consequence of epigenetically canalized sexual development. The Quarterly Review of Biology 87, 12/2012, S. 343-368. Mathematiker und Evolutionsbiologen um Sergey Gavrilets von der University of Tennessee stellen ein neues Modell zur Entstehung der Homosexualität zur Diskussion. Demnach verfestigen epigenetische Markierungen an Genen, die auf das männliche Sexualhormon

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Großmutters Nahrung beeinflusst Krebsrisiko

3. Oktober 2012 | Von | Kategorie: onkologie

Sonia de Assis et al.: High-fat or ethinyl-oestradiol intake during pregnancy increases mammary cancer risk in several generations of offspring. Nature Communications 3:1053, 11.09.2012, doi: 10.1038/ncomms2058. Schon länger ist bekannt, dass das Brustkrebsrisiko bei Ratten von der Ernährung ihrer Mütter während der Schwangerschaft beeinflusst wird. Viel Fett und hohe Mengen des weiblichen Geschlechtshormons Östradiol erhöhen

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„Epigenetische Erblast“ verändert Stressreaktion der Urenkel

9. Juli 2012 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

David Crews et al.: Epigenetic transgenerational inheritance of altered stress responses. PNAS 109, 05.06.2012, S. 9143-9148. Die Arbeitsgruppe um den US-amerikanischen Molekularbiologen Michael Skinner untersucht seit Jahren Ratten, die mit dem Pflanzenschutzmittel Vinclozolin vergiftet und deshalb epigenetisch verändert wurden. Da das Gift auch die Epigenome der Keimzellen belastet, werden die Folgen laut früheren Studien auch

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Epigenetisch vererbte Langlebigkeit

6. Januar 2012 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Eric L. Greer et al.: Transgenerational epigenetic inheritance of longevity in Caenorhabditis elegans. Nature 479, 19.10.2011, S. 365-371. Kalifornische Zellbiologen verlängerten die Lebensspanne von Fadenwürmern, indem sie epigenetische Enzyme hemmten. Diese helfen, den Histon-Code der Tiere an einer bestimmten Stelle (H3K4me3) so zu verändern, dass Gene unterdrückt werden. Soweit ist das Resultat nicht ungewöhnlich. Doch

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Pflanzen-Epigenome stabiler als gedacht

4. Januar 2012 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Claude Becker et al.: Spontaneous epigenetic variation in the Arabidopsis thaliana methylome. Nature 480, 08.12.2011, S. 245-249. Pflanzen geben anders als Tiere relativ häufig epigenetische Veränderungen an folgende Generationen weiter. Oft wurde deshalb gemutmaßt, dass epigenetisch vererbte Umweltanpassungen die Entstehung neuer Arten beschleunigen dürften (siehe Newsletter Epigenetik 3/2010). Diese Sicht bekam jetzt einen Dämpfer: Der

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Stress und seine epigenetischen Folgen

5. Oktober 2011 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Karl M. Radtke et al.:Transgenerational impact of intimate partner violence on methylation in the promotor of the glucocorticoid receptor. Translational Psychiatry 1, 19.07.2011, S. e21. Marilyn J. Essex et al.: Epigenetic vestiges of early developmental adversity: childhood stress exposure and DNA methylation in adolescence. Child Development, 02.09.2011, Online-Vorabpublikation. Richard S. Lee et al.: A measure

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Transgenerationelle epigenetische Vererbung bei Mäusen

2. April 2011 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Benjamin R. Carone et al.: Paternally induced transgenerational environmental reprogramming of metabolic gene expression in mammals. Cell 143, 23.12.2010, S. 1084-1096. Zuletzt häuften sich ernstzunehmende Hinweise, dass umweltbedingte epigenetische Veränderungen in Zellen des Gehirn- und Körperstoffwechsels bei Säugetieren auch an folgende Generationen vererbt werden können (siehe Newsletter Epigenetik 3/2010 und 1/2011). Nun legten Forscher aus

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Rattenväter vererben Neigung zu Diabetes

2. Januar 2011 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Sheau-Fang Ng et al.: Chronic high-fat diet in fathers programs b-cell dysfunction in female rat offspring. Nature 467, 21.10.2010, S. 963-966. Michael Skinner: Fathers’ nutritional legacy. Nature 467, 21.10.2010, S. 922-923. Epidemiologische Studien bei Menschen liefern seit einigen Jahren Hinweise, dass ein ungesunder Lebensstil von Menschen unter bestimmten Umständen sogar noch vor der Zeugung von

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Sind Traumata vererbbar?

8. Oktober 2010 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Tamara B. Franklin et al.: Epigenetic transmission of the impact of early stress across generations. Biological Psychiatry 68, 01.09.2010, S. 408-415. Über die Frage, ob epigenetisch fixierte Umweltanpassungen auch bei Säugern an kommende Generationen vererbt werden können, wird heftig gestritten. Nun lieferte ein Team um die Züricher Hirnforscherin Isabelle Mansuy mit einer Studie über die

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Epigenetik als Evolutionsbeschleuniger

8. Oktober 2010 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Ovidiu Paun et al.: Stable epigenetic effects impact adaptation in allopolyploid orchids (Dactylorhiza: Orchidaceae). Molecular Biology and Evolution, Online-Vorabpublikation, 15.06.2010. Dass Pflanzen epigenetische Merkmale besonders gut an folgende Generationen vererben können, wurde schon mehrfach beschrieben. Nun zeigt ein internationales Forscherteam, wie eine solche transgenerationelle epigenetische Vererbung sogar die Ausbildung neuer Arten, sprich die Evolution beeinflussen

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