„Epigenetische Erblast“ verändert Stressreaktion der Urenkel

David Crews et al.: Epigenetic transgenerational inheritance of altered stress responses. PNAS 109, 05.06.2012, S. 9143-9148. Die Arbeitsgruppe um den US-amerikanischen Molekularbiologen Michael Skinner untersucht seit Jahren Ratten, die mit dem Pflanzenschutzmittel Vinclozolin vergiftet und deshalb epigenetisch verändert wurden. Da das Gift auch die Epigenome der Keimzellen belastet, werden die Folgen laut früheren Studien auch… „Epigenetische Erblast“ verändert Stressreaktion der Urenkel weiterlesen

Das Gedächtnis der Pflanzen

Yong Ding et al.: Multiple exposures to drought ‘train’ transcriptional responses in Arabidopsis. Nature Communications 3:740, 06.03.2012, doi: 10.1038/ncomms1732. Wenn Pflanzen wiederholt Dürre ausgesetzt waren, reagieren sie rascher und stärker auf Trockenheit als Pflanzen, denen die Situation neu ist. Dieses „Stressgedächtnis“ haben US-amerikanische Forscher nun untersucht und Hinweise auf eine epigenetische Steuerung gefunden: Jene Pflanzen,… Das Gedächtnis der Pflanzen weiterlesen

Grippeviren fälschen Histon-Protein

Ivan Marazzi et al.: Suppression of the antiviral response by an influenza histone mimic. Nature 483, 14.03.2012, S. 428-433. Alexei L. Krasnoselsky & Michael G. Katze: Influenza’s tale of tails. Nature 483, 14.03.2012, S. 416-417. Dass Grippeviren zahlreiche Tricks besitzen, mit denen sie sich vor ihren Wirtszellen verbergen und diese dazu zwingen, neue Viren zu… Grippeviren fälschen Histon-Protein weiterlesen

Neue Sequenziertechnik

Michael J. Booth et al.: Quantitative sequencing of 5-methylcytosine and 5-hydroxymethylcytosine at single-base resolution. Science 336, 18.05.2012, S. 934-937. Erst seit kurzem weiß man, dass es mindestens zwei Sorten von epigenetischen Schaltern gibt, die direkt an der DNA ansetzen: die altbekannte DNA-Methylierung und hydroxylierte, also zusätzlich mit einer OH-Gruppe versehene Methylgruppen. Jetzt stellten Forscher aus… Neue Sequenziertechnik weiterlesen

Cortisolgabe in der Schwangerschaft verändert Epigenome des Fetus

Ariann Crudo et al.: Prenatal synthetic glucocorticoid treatment changes DNA methylation states in male organ systems: multigenerational effects. Endocrinology, 07.05.2012, Online-Vorabpublikation. Droht bei Menschen eine Frühgeburt, verordnen Ärzte der Mutter gewöhnlich synthetische Glucocorticoide (Stresshormone wie Cortisol), damit die Lungen des Ungeborenen schneller ausreifen. Epigenetiker befürchten, dass diese Therapie die frühkindliche epigenetische Prägung entscheidend beeinflussen kann,… Cortisolgabe in der Schwangerschaft verändert Epigenome des Fetus weiterlesen

Epigenetische Fingerabdrücke im Gehirn

Benoit Labonté et al.: Differential glucocorticoid receptor exon 1(B), 1(C), and 1(H) expression and methylation in suicide completers with history of childhood abuse. Biological Psychiatry 72, 01.07.2012, S. 41-48. Francesco Matrisciano et al.: Epigenetic modifications of GABAergic interneurons are associated with the schizophrenialike phenotype induced by prenatal stress in mice. Neuropharmacology, 28.04.2012, Online-Vorabpublikation. Die Gruppe… Epigenetische Fingerabdrücke im Gehirn weiterlesen

Ei bestimmt Epigenom des frühen Embryos

Zachary D. Smith et al.: A unique regulatory phase of DNA methylation in the early mammalian embryo. Nature 484, 28.03.2012, S. 336-344. Ein zentrales epigenetisches Schaltersystem – die DNA-Methylierung – bleibt im Laufe des Lebens von Säugern und Menschen recht stabil. Nur an wenigen Stellen der DNA legen Enzyme Schalter um. Weil das aber oft… Ei bestimmt Epigenom des frühen Embryos weiterlesen

Schutz für Imprinting-Markierungen

Daniel M. Messerschmidt et al.: Trim28 is required for epigenetic stability during mouse oocyte to embryo transition. Science 335, 23.03.2012, S. 1499-1502. Beim so genannten Imprinting schalten Keimzellen von Vater oder Mutter jeweils unterschiedliche Gene epigenetisch stumm. Dieser Vorgang macht evolutionsbiologisch vermutlich Sinn, weil aus väterlicher Sicht teils andere Gene wichtig sind als aus mütterlicher.… Schutz für Imprinting-Markierungen weiterlesen

Dicke Schweine, dünne Schweine

Mingzhou Li et al.: An atlas of DNA methylomes in porcine adipose and muscle tissues. Nature Communications 3:850, 22.05.2012, doi: 10.1038/ncomms1854. Dass manche Schweine fetter werden als andere, hat offenbar auch etwas mit Epigenetik zu tun. Chinesische Forscher verglichen das Muster der DNA-Methylierung im Fett- und Muskelgewebe dreier verschiedener Schweinerassen. Selbst wenn die Tiere sehr… Dicke Schweine, dünne Schweine weiterlesen

Vernachlässigung kleiner Kinder hinterlässt bleibende Spuren

Audrey R. Tyrka et al.: Childhood adversity and epigenetic modulation of the leukocyte glucocorticoid receptor: preliminary findings in healthy adults. PLoS one 7, 01/2012, e30148. Zu den berühmtesten Befunden der Epigenetik gehört, dass Ratten, die in ihren ersten Tagen kaum umsorgt werden, eine epigenetische Besonderheit aufweisen, die sie zeitlebens ängstlich und aggressiv macht. Natürlich wird… Vernachlässigung kleiner Kinder hinterlässt bleibende Spuren weiterlesen