Nukleosomen schützen vor Mutationen

3. April 2012 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Xiaoshu Chen et al.: Nucleosomes suppress spontaneous mutations base-specifically in eukaryotes. Science 335, 09.03.2012, S. 1235-1238

„Konventionelle Modelle zur Mutationsrate, wie sie meist für die Analyse der Evolution verwendet werden, scheinen zu stark zu vereinfachen“, folgern chinesische Forscher aus ihrer neuesten Studie. Xiasho Chen und Kollegen verglichen bei Hefen, Würmern und einer Fischart die Häufigkeit von Mutationen an verschiedenen Stellen des Genoms. Dabei zeigte sich, dass epigenetisch gut verpackte DNA-Abschnitte etwa halb so häufig mutieren wie offen liegende Teile des Erbgutfadens. Die Epigenetik bestimmt also mit darüber, wie schnell sich einzelne Gene im Rahmen der Evolution verändern. Außerdem können Forscher nun besser verstehen, warum künstlich hergestellte, induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) und Krebszellen so oft ungewöhnliche Mutationsmuster besitzen: Eine Störung der epigenetischen Verpackung scheint Schuld zu sein.

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