Schutz für Imprinting-Markierungen

2. Juli 2012 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Daniel M. Messerschmidt et al.: Trim28 is required for epigenetic stability during mouse oocyte to embryo transition. Science 335, 23.03.2012, S. 1499-1502.

Beim so genannten Imprinting schalten Keimzellen von Vater oder Mutter jeweils unterschiedliche Gene epigenetisch stumm. Dieser Vorgang macht evolutionsbiologisch vermutlich Sinn, weil aus väterlicher Sicht teils andere Gene wichtig sind als aus mütterlicher. Fehler beim Imprinting können zudem zu mehr oder weniger schweren Fehlbildungen führen. Nun fanden Forscher aus Singapur und Großbritannien ein Gen im mütterlichen Erbgut, dessen Produkt dabei hilft, die per Imprinting umgelegten epigenetischen Schalter während der ersten, dramatischen Umprogrammierungsphasen im Epigenom der befruchteten Eizelle zu stabilisieren. Fehlt bei Mäusen dieser Epigenom-Modifikator namens Trim28, geht deren natürliches Imprinting-Muster weitgehend verloren, und es treten vielfältige tödliche Missbildungen auf.

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