Psychische Leiden verbindet epigenetische Auffälligkeit

8. April 2015 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

The Network and Pathway Analysis Subgroup of Psychiatric Genomics Consortium: Psychiatric genome-wide association study analyses implicate neuronal, immune and histone pathways. Nature Neuroscience 18, 02/2015, S. 199 – 209.

Ein riesiges internationales Forschungskonsortium hat das Erbgut von mehr als 60.000 Menschen mit verschiedensten psychischen Erkrankungen analysiert. Dabei suchten sie genetische Auffälligkeiten, die Menschen mit einer von drei häufigen Leiden gemeinsam sind: Schizophrenie, Depression und Bibolare Störung. Die stärkste der gefundenen Assoziationen betraf eine Gruppe von Genen, die allesamt an der Regulation eines epigenetischen Schalters beteiligt sind: der Metyhlierung von Histonen. Diese chemische Veränderung beeinflusst den Histon-Code und verändert somit die Aktivierbarkeit von Genen.

Offenbar erhöhen bestimmte epigenetische Veränderungen also das allgemeine Risiko für psychische Leiden, folgern die Forscher. Darüber hinaus fanden sie systematische aber weniger stark ausgeprägte Veränderungen des Immunsystems und bei Botenstoffen im Gehirn.

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