Das Raucher-Methylom

2. Juni 2014 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Hannah R. Elliott et al.: Differences in smoking associated DNA methylation patterns in South Asians and Europeans. Clinical Epigenetics 6:4, 03.02.2014.

Britischen Epigenetikern gelang es, mit Hilfe einer Analyse des Methylierungsmusters der DNA von Blutzellen zu erkennen, ob ein Mensch Raucher oder Nichtraucher ist und ob er erst vor kurzem mit dem Rauchen aufgehört hat. Die gute Nachricht: Nach einiger Zeit Abstinenz gleichen sich die Zellen der Raucher epigenetisch wieder an jene von Nichtrauchern an. Vermutlich sinkt gleichzeitig das Krankheitsrisiko. Außerdem deckt die Methode deutliche Unterschiede zwischen Südostasiaten und Europäern auf. Offensichtlich verändert sich das DNA-Methylierungsmuster rauchender Japaner und Koreaner nicht so stark wie das der Europäer. Das könnte erklären, warum Südostasiaten im Durchschnitt weniger stark unter den Folgen des Rauchens leiden als Europäer.

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