Aktive Demethylierung

7. Oktober 2011 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Yu-Fei He et al.: Tet-mediated formation of 5-Carboxylcytosine and its excision by TDG in mammalian DNA. Science 333, 02.09.2011, S. 1303-1307.

Wenn eine Zelle Methylgruppen an Cytosin-Basen ihrer DNA anlagert (DNA-Methylierung), dann schaltet sie meist die dort liegenden Gene auf Dauer epigenetisch stumm. Manche, vielleicht sogar alle Zellen können diesen Vorgang rückgängig machen, um Gene wieder zu aktivieren. Doch bislang waren nur einzelne Schritte dieser aktiven Demethylierung bekannt (siehe Newsletter Epigenetik 03/2010). Nun gelang es einem Team chinesisch-amerikanischer Epigenetiker, erstmals den gesamten Prozess zu verfolgen.

Yu-Fei He und Kollegen berichten, dass das methylierte Cytosin und das verwandte Hydroxymethylcytosin zunächst von so genannten Tet-Enzymen in Carboxylcytosin verwandelt werden. Diese Base wird dann gezielt von einem Reparaturenzym namens TDG (Thymin-DNA Glycosylase) ausgeschnitten und durch ein unmethyliertes Cytosin ersetzt. Die Forscher fanden den Vorgang bei Embryonalen Stammzellen von Mäusen. Es scheint diesen zu helfen, viele ihrer Gene aktivierbar und so ihren Status als Stammzelle zu erhalten.

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