Wie Sport wirkt

12. Juni 2019 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Reza Sailani et al.: Lifelong physical activity is associated with promoter hypomethylation of genes involved in metabolism, myogenesis, contractile properties and oxidative stress resistance in aged human skeletal muscle. Scientific Reports 9, 01.03.2019, 3272.

Joggerin läuft im Sonnenaufgang. Bildrechte: Warren Goldswain / depositphotos (https://de.depositphotos.com/portfolio-1011382.html).

Im Newsletter Epigenetik wurde schon mehrfach darüber berichtet, wie umfassend und rasch Sport die Epigenetik in Muskel- oder Fettzellen umprogrammieren kann (Ausgaben 01/2015, 04/2013, 02/2012). Eine neue Studie fügt diesem Bild nun eine interessante Facette hinzu: Die Muskelzellen von Männern im Alter von 60 bis 65 Jahren unterscheiden sich epigenetisch deutlich voneinander, je nachdem ob diese zeitlebens viel Sport gemacht haben oder immer unsportlich waren.

714 Stellen im Erbgut, die die Aktivität benachbarter Gene steuern (Promotoren) sind bei den Unsportlichen signifikant stärker methyliert. 745 Gene dürften deshalb schlechter aktivierbar sein. Darunter sind einige, die den Zellstoffwechsel positiv beeinflussen und einen verjüngenden, gesunderhaltenden Effekt haben sollen. Hier könnte sich ein Teil der molekularbiologische Ursache dafür verstecken, dass sportliche Menschen oft langsamer altern als andere.

Einen Hintergrund-Artikel zum Thema mit vielen Details lesen Sie im Online-Magazin
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