Was chronische Darmentzündungen begünstigt

8. Februar 2014 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Theresa Alenghat et al.: Histone deacetylase 3 coordinates commensal-bacteria-dependent intestinal homeostasis. Nature 504, 05.12.2013, S. 153-157.

Chronisch entzündliche Krankheiten wie Asthma oder Diabetes resultieren im Allgemeinen aus der Interaktion von Erbe und Umwelt. Das gilt auch im Darm. Bei Leiden wie Morbus Crohn spielen neben Genen zum Beispiel Signale der im Darm lebenden Bakterien eine wichtige Rolle. Jetzt konnten Forscher aus den USA zeigen, dass Mäuse, die ein bestimmtes epigenetisches Enzym (HDAC3) nicht bilden, überempfindlich und oft entzündlich auf die Signale der Bakterien reagieren. Offensichtlich spiele das Enzym eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts im Darm, schreiben die Forscher. Vermutlich hilft das Enzym, die Epigenome der Darmzellen an Signale von Außen anzupassen. Fällt es aus, steigt das Entzündungsrisiko.

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