Sport verändert Epigenom von Fettzellen

5. November 2013 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Tina Rönn et al.: A six months exercise intervention influences the genome-wide DNA methylation pattern in human adipose tissue. PLOS Genetics 9, 27.06.2013, e1003572.

Epigenetische Schalter lassen sich auch durch Änderungen des Lebensstils verstellen. Am Beispiel Sport bestätigten das jetzt Epigenetiker um Charlotte Ling, Schweden. Sie verordneten 23 unsportlichen Männern ein sechsmonatiges Trainingsprogramm. Dann verglichen sie epigenetische Marker in Fettzellen, die vor und nach dem Zeitraum entnommen worden waren. Ein Unterschied fand sich an 7.663 Genen, darunter 18, deren Aktivität bekanntermaßen das Übergewichtsrisiko beeinflussen und 21, die schon länger mit Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht werden. Und immerhin bei sechs dieser Gene hatte das Umlegen der epigenetischen Schalter auch nachweislich einen Einfluss auf ihre Aktivität. „Unsere Studie zeigt direkt die positive Wirkung von Bewegung“, sagt Ling, denn „das epigenetische Muster an den Genen, die für die Körperfettspeicherung verantwortlich sind, verändert sich.“ Die neuen Daten bestätigen Ergebnisse, nach denen schon 20 Minuten körperliches Training epigenetische Veränderungen in Muskelzellen bewirken.

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