Schalter für Angiogenese entdeckt

8. Oktober 2010 | Von | Kategorie: onkologie

Sudarshan Anand et al.: MicroRNA-132-mediated loss of p120RasGAP activates the endothelium to facilitate pathological angiogenesis. Nature Medicine 16, 08/2010, S. 909-914.

Bösartige Tumore können nur größer werden, wenn sie irgendwann einen molekularen Schalter umlegen, der das Wachstum neuer Blutgefäße auslöst. Erst diese Angiogenese sorgt dafür, dass größere Tumore ausreichend Nährstoffe erhalten. Nun fand ein Forscherteam aus den USA einen solchen Angiogenese-Schalter: Die Mikro-RNA-132 wird bei Mäusen und Menschen von Krebszellen sehr stark und von gesunden Zellen praktisch gar nicht produziert. Zudem verringert sie per RNA-Interferenz die Aktivität eines Gens, das in gesundem Gewebe das Blutgefäßwachstum unterbindet. Nun hoffen die Forscher mit einer Substanz, die die Mikro-RNA-132 hemmt, Krebserkrankungen bekämpfen zu können. In Mäusen bremst eine solche Anti-Mikro-RNA-123 bereits die Angiogenese von Tumoren aus.

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