Molekulare Basis der Erinnerung

7. Oktober 2012 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Johannes Gräff et al.: Dynamic histone marks in the hippocampus and cortex facilitate memory consolidation. Nature Communications 3:991, 07.08.2012, doi: 10.1038/ncomms1997.

Dass epigenetische Veränderungen in Gehirnzellen zur Gedächtnisbildung beitragen, ist schon länger bekannt. Nun fanden Hirnforscher aus Zürich, was dabei bei Mäusen im Detail passiert: Lernten die Tiere Gegenstände wiederzuerkennen, veränderte sich zunächst in einer Hirnregion namens Hippocampus ihr Histon-Code auf charakteristische Weise. Es ist bekannt, dass diese Region als eine Art Zwischenspeicher für Informationen dient. Später, als die Information ins Langzeitgedächtnis überging, verschwanden diese epigenetischen Veränderungen. Dafür tauchten sie nun in Zellen der Großhirnrinde auf, wo sie auch dauerhaft erhalten blieben. Eine künstliche Verstärkung der Histon-Veränderungen half den Tieren, besonders gut zu lernen. Eine pharmakologische Blockade erschwerte die Gedächtniskonsolidierung hingegen.

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