Epigenetische Strukturen verraten genetische Details

8. Juli 2010 | Von | Kategorie: grundlagenforschung


Housheng Hansen He et al.: Nucleosome dynamics define transcriptional enhancers. Nature Genetics 42, 04/2010, S. 343-347.
Kommentar: Randall H. Morse: Epigenetic marks identify functional elements. Nature Genetics 42, 04/2010, S. 282-284.

Um die Reaktion von Zellen auf Signalstoffe aufzuklären, müssen Molekularbiologen regulatorische Elemente im Zell-Genom finden. Solche Transkriptionsfaktor-Bindungsstellen und Transkriptionsverstärker können auf der DNA weit auseinander liegen und dennoch durch die Faltung des Moleküls räumlich benachbart sein. Das macht die ohnehin schwierige Aufgabe, sie aufzuspüren, manchmal fast unmöglich. Jetzt stellten US-Epigenetiker eine neue Methode vor, die die wichtigen Elemente anhand der typischen Reaktion der sie umgebenden Nukleosomen sichtbar macht. Die Forscher aktivierten den Androgen-Rezeptor von Prostatakrebszellen und suchten nach typischen Veränderungen der Epigenome. Tatsächlich entdeckten sie, dass an den involvierten regulatorischen Elementen ein spezieller, immer gleicher Umbau des Chromatins stattfand. Indem sie nun gezielt nach solchen Reaktionen suchten, entdeckten sie sogar bislang unbekannte Regulatoren in der Krebszell-DNA.

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