Curcumin verändert Epigenom von Krebszellen

3. August 2013 | Von | Kategorie: onkologie

Alexander Link et al.: Curcumin modulates DNA methylation in colorectal cancer cells. PLOS One 8, 27.02.2013, e57709.

Curcumin ist der wichtigste Inhaltsstoff der indischen Heilpflanze Kurkuma, die auch als Gewürz verwendet wird und zum Beispiel dem Curry seine gelbe Farbe verleiht. Traditionell wird das Mittel gegen Entzündungen und viele andere Leiden eingesetzt. Seit einigen Jahren macht es auch als potenziell krebshemmende Substanz Karriere. Jetzt entdeckten Krebsforscher aus Deutschland, Spanien und den USA, dass Curcumin zumindest im Reagenzglas einen starken Einfluss auf die DNA-Methylierung in Darmkrebszellen hat. Dabei sorgte der Naturstoff nicht für eine globale, ungezielte Veränderung der epigenetischen Schaltern sondern mal für eine Erhöhung, mal für eine Absenkung des Methylierungsgrades an solchen DNA-Stellen, die nur teilweise methyliert waren. Diese spezifischen Veränderungen wurden von Änderungen im Genaktivitätsmuster begleitet, hatten also eine physiologische Konsequenz. Laut den Forschern erhöhten ihre Daten die Evidenz, dass Curcumin über gezielte epigenetische Veränderungen eine präventive Wirkung gegen Darmkrebs entfalten könnte. Allerdings müssen die Daten noch im Gesamtorganismus bestätigt werden.

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