Aggressive Basaliome produzieren mehr EZH2

1. Juli 2016 | Von | Kategorie: onkologie

Rajesh C. Rao et al.: EZH2, proliferation rate, and aggressive tumor subtypes in cutaneous basal cell carcinoma. Jama Oncology, 07.04.2016, Online-Vorabpublikation.

Basalzellkarzinome, auch Basaliome genannt, sind die häufigste Krebsart überhaupt. Allerdings ist die Hautkrebs-Art nur sehr selten aggressiv und deshalb meist vergleichsweise harmlos. Umso wichtiger ist es, jene Basaliome zu identifizieren, die metastasieren und deshalb gefährlich werden können. Außerdem fehlt bislang eine wirklich effektive Therapie für diese aggressiven und andere ebenfalls seltene Fälle, bei denen eine vollständige operative Entfernung des Tumors nicht infrage kommt. Für beide Probleme zeichnet sich nun dank neuer Erkenntnisse von Medizinern aus Ann Arbor, USA, eine Lösung ab.

Die Ärzte analysierten Proben von 60 Basaliom-Patienten und entdeckten, dass aggressive Tumor-Varianten das epigenetische Enzym EZH2 verstärkt erzeugen. (Zur Funktion von EZH2 siehe die Meldung Wie EZH2 Krebs aggressiver macht). Nun hoffen die Ärzte nicht nur auf ein neues Diagnose-Ziel zur Abschätzung der Aggressivität des Hautkrebses sondern auch auf ein neuartiges Bekämpfungsmittel. Man weiß nämlich schon länger, dass EZH2 bei vielen Krebsarten erhöht ist. Und pharmakologische EZH2-Hemmer gelten als viel versprechendes neues Antikrebs-Medikament (siehe auch das Schlagwort „EZH2“ auf www.newsletter-epigenetik.de).

 

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