Wie rauchende Schwangere das Allergierisiko ihrer Kinder erhöhen

7. November 2013 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Gunda Herberth et al.: Maternal and cord blood miR-223 expression associates with prenatal tobacco smoke exposure and lowregulatory T-cell numbers. Journal of Allergy and Clinical Immunology, 23.08.2013, Online-Vorabpublikation.

Dass es das Allergierisiko des Kindes erhöht, wenn die Mutter während der Schwangerschaft raucht, ist statistischbelegt. Jetzt konnten deutsche Forscher zeigen, welcher epigenetische Mechanismus daran vermutlich beteiligtist: Gunda Herberth und Kollegen ermittelten, dass im Nabelschnurblut und im Blut der rauchenden Mutter dieZellen besonders viel Mikro-RNA vom Typ 223 erzeugen. Diese epigenetischen Botenmoleküle spielen eine Rollebei der Regulation bestimmter Immunzellen (Treg-Zellen), die einen wichtigen Schutz vor Allergien bieten. Undtatsächlich zeigte sich, dass die Kinder, die viel Mikro-RNA-223 ausgesetzt waren, besonders wenige Treg-Zellenbildeten und zudem in den ersten drei Jahren ihres Lebens ein erhöhtes Allergierisiko hatten.

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