Rauchen in der Schwangerschaft verändert Methylom des Kindes

2. September 2014 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Christina A. Markunas et al.: Identification of DNA methylation changes in newborns related to maternal smoking during pregnancy. Environmental Health Perspectives, 06.06.2014, Online-Vorabpublikation.

Forscher aus den USA verglichen das epigenetische Muster der DNA-Methylierungen bei 900 Neugeborenen, je nachdem, ob die Mütter während der Schwangerschaft geraucht hatten oder nicht. Dabei fanden sie an 185 Stellen signifikante Unterschiede, darunter an sieben Genen, von denen man bereits wusste, dass ihre Aktivierbarkeit durch Rauchen beeinflusst wird und an zehn Genen, für die dieser Zusammenhang neu ist. Darunter befanden sich wiederum welche, die mit Nikotinabhängigkeit und der Entwicklung von Plazenta und Embryo zusammenhängen. Da die Unterschiede gering sind, müsse erst noch geklärt werden, ob sie biomedizinisch wirklich relevant seien, schreiben die Forscher. Wenn ja, könnten sie aber verantwortlich sein für längst bekannte Zusammenhänge zwischen dem Rauchverhalten der Mutter und späteren Risiken des Kindes. So weiß man, dass Kinder von Rauchern später selbst besonders häufig rauchen.

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