Per Abkürzung von Haut zu Leber

1. Juni 2014 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Saiyong Zhu et al.: Mouse liver repopulation with hepatocytes generated from human fibroblasts. Nature 508, 03.04.2014, S. 93–97.

Titel02_14Die Hoffnung der Biomediziner auf induzierte pluripotente Stammzellen (iPSCs) ist groß. Zu deren Gewinnung werden die Epigenome ausgereifter Zellen so zurückprogrammiert, dass aus ihnen wieder jeder menschliche Zelltyp entstehen kann. Noch gelingt es aber nicht, aus iPSCs größere Mengen eines bestimmten Gewebes zu züchten, das im Körper seine Funktion erfüllt. So können Forscher zwar im Reagenzglas Leberzellen herstellen, diese vermehren sich nach einer Transplantation aber kaum weiter. Dieses Problem scheinen Stammzellforscher aus den USA jetzt umgangen zu haben, indem sie die Verwandlung menschlicher Haut- zu Leberzellen abkürzten. Sie ließen das pluripotente Stadium aus und erzeugten direkt so genannte Endoderm-Vorläuferzellen für innere Organe. Aus diesen züchteten sie funktionstüchtige Leberzellen, die sich auch weiter vermehrten, nachdem sie in die Lebern spezieller Labormäuse eingepflanzt worden waren.

Bild: Leberzellen, die per Umprogrammierung aus menschlichen Hautzellen gewonnen wurden, erfüllen nach der Transplantation in eine Mäuseleber ihre Funktion (Bildung von Albumin, rot) und teilen sich (Indikator ist das Protein Ki67, grün). Leberzellen – von Maus und Mensch – sind blau (Bildrechte: Milad Rezvani, San Francisco).

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