Nahrung der Mutter macht Nachwuchs anfällig für Diabetes

4. Juli 2011 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Ionel Sandovici et al.: Maternal diet and aging alter the epigenetic control of a promotor-enhancer interaction at the Hnf4a gene in rat pancreatic islets. PNAS 108, 29.03.2011, S. 5449-5454.

Dass die Nahrung der Mutter den Nachwuchs zeitlebens prägt und so anfällig für Krankheiten machen kann, ist lange bekannt. Nun entdeckte ein britisch-schwedisches Forscherteam einen epigenetischen Schalter, der für dieses Phänomen im Fall von Diabetes mitverantwortlich sein dürfte: Wurden trächtige Ratten schlecht ernährt, reagierten die Epigenome der Pankreaszellen des Nachwuchses. Dadurch bildeten sie zeitlebens zu geringe Mengen eines wichtigen Kontrollfaktors für Stoffwechselgene (Hnf4a). Dieselben epigenetischen Veränderungen zeigten übrigens auch andere Ratten im Laufe des Älterwerdens. Hier vermuten die Forscher eine der Ursachen, warum auch wir Menschen im Alter eher an Typ-2-Diabetes erkranken.

Schlagworte: , , ,