Hunde mit Bleivergiftung

18. Oktober 2021 | Von | Kategorie: grundlagenforschung
Mehrere Männer und drei Hunde stehen nebeneinander
Die Epigenetiker Shouta Nakayama, Haruya Toyomaki und Yared Beyene (von links) mit untersuchten Hunden und deren Besitzern (Bildrechte: Shouta M. M. Nakayama).

Jumpei Yamazaki et al.: Genome-wide DNA methylation analysis of dogs with high lead exposure living near a lead mining area in Kabwe, Zambia. Environmental Pollution 286, 01.10.2021, 117229.

Blei ist giftig, doch sein Einfluss auf die Epigenetik ist nicht allzu gut untersucht. Deshalb werteten japanische und afrikanische Forscher*innen jetzt Proben von 40 Hunden aus, die in der Nähe einer Blei-Mine in Zambia lebten. Bei Tieren, die eine sehr hohe Bleikonzentration im Blut aufwiesen, waren zahlreiche Gene durch angelagerte Methylgruppen so verändert, dass sie nicht mehr abgelesen werden konnten. Betroffen war auch das NGF-Gen, das wichtig für das Wachstum neuer Nervenzellen ist. Diese Erkenntnisse helfen vielleicht, Bleivergiftungen auch bei Menschen in Zukunft besser zu erkennen und zu behandeln.

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