HDAC-Hemmer beeinflussen Schicksal von Blutzellen

8. Oktober 2010 | Von | Kategorie: onkologie

Marije Bartels et al.: Histone deacetylase inhibition modulates cell fate decisions during myeloid differentiation. Haematologica 95, 07/2010, S. 1052-1060.

Substanzen, die Enzyme blockieren, die Acetylgruppen von Histonen entfernen, heißen Histondeacetylase-Hemmer, kurz HDAC-Hemmer. Sie haben das Potenzial, epigenetisch stumm geschaltete Gene erneut zu aktivieren, weshalb man ihnen eine große Bedeutung für zukünftige epigenetische Krebstherapien zuschreibt. Jetzt haben niederländische Forscher den Einfluss verschiedener HDAC-Hemmer (Valproinsäure, Trichostatin A, Natriumbutyrat) auf die Entwicklung von Blutzellen analysiert und deutliche Unterschiede festgestellt. Damit sei klar, dass unterschiedliche HDAC-Hemmer jeweils spezifische Auswirkungen auf das blutbildende System haben, folgern die Forscher. Diese Erkenntnisse seien von großer Bedeutung für die zukünftige Behandlung von Blutkrebs-Erkrankungen und anderen Störungen des Knochenmarks.

Schlagworte: , , , ,