Grippeviren fälschen Histon-Protein

7. Juli 2012 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Ivan Marazzi et al.: Suppression of the antiviral response by an influenza histone mimic. Nature 483, 14.03.2012, S. 428-433. Alexei L. Krasnoselsky & Michael G. Katze: Influenza’s tale of tails. Nature 483, 14.03.2012, S. 416-417.

Dass Grippeviren zahlreiche Tricks besitzen, mit denen sie sich vor ihren Wirtszellen verbergen und diese dazu zwingen, neue Viren zu erzeugen, ist bekannt. Nun fanden Forscher aus New York heraus, dass die Viren im Kampf gegen den Wirt sogar die epigenetische Maschinerie benutzen. Sie erzeugen ein Histon-ähnliches Molekül, das sich an einer bestimmten Stelle an das Erbgut der Wirtszelle anlagert. Dort programmiert es den Histon-Code so um, dass er das Gen hPAF1C deaktiviert. Im aktiven Zustand ist dieses eine scharfe Waffe der Zelle im Kampf gegen das Virus. Nun bleibt sie stumpf.

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