Epimutationen an Eierstockkrebs beteiligt

4. April 2011 | Von | Kategorie: onkologie

Noriomi Matsumura et al.: Epigenetic suppression of the TGFbeta pathway revealed by transcriptome profiling in ovarian cancer. Genome research 21, 01/2011, S. 74-82.
http://www.dukehealth.org/health_library/news/ovariancancer-advances-when-genes-are-silenced

Forscher vom Duke Cancer Institute in Durham, USA, haben die Genaktivitätsmuster von Eierstockkrebszellen unter die Lupe genommen und eine Gruppe von Genen entdeckt, die per DNA-Methylierung epigenetisch stumm geschaltet waren. Viele dieser Gene sind an der Kontrolle des Zellbotenstoffs TGF-β beteiligt. Dieser Stoff spielt eine wichtige Rolle bei der gesunden Entwicklung von Zellen. Seine Unterdrückung scheint dagegen krebsfördernd zu sein. Durch die Gabe von Mitteln, die die Methylierung der DNA unterdrücken, so genannten DNMT-Hemmern, konnten die Forscher die TGF-β-Aktivität wieder erhöhen.
Die Studie habe zum ersten Mal gezeigt, dass auch das TGF-β-System per DNA-Methylierung reguliert werde, schreiben die Forscher. Das sei zwar nur ein Puzzleteil in der Biologie des Eierstockkrebses, sagt die Studienleiterin Susan Murphy, „aber wir können nun sagen, dass DNA-Methylierungen einen hemmenden Einfluss auf den TGF-β-Weg haben und so zum Krebs beitragen“. Die typische epigenetische Veränderung zeigte sich übrigens vor allem bei älteren Patientinnen, was die Vermutung nahe legt, dass altersbedingte Epimutationen für die Ausbildung so manchen Eierstockkrebses direkt mitverantwortlich sind.

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