Dick sein beginnt im Mutterleib

4. Januar 2013 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Karen Schellong et al.: Birth weight and long-term overweight risk: Systematic review and a meta-analysis including 643,902 persons from 66 studies and 26 countries globally. PLoS ONE 7, 17.10.2012, e47776.

Viele Indizien sprechen dafür, dass die Zunahme des Übergewichts in industrialisierten Ländern auch auf Veränderungen der Ernährung Schwangerer zurückzuführen ist. Immer mehr schwergewichtige Kinder kommen zur Welt und es liegt nahe, dass ihr Stoffwechsel wegen einer Überernährung im Mutterleib epigenetisch so geprägt ist, dass sie später im Leben ein erhöhtes Übergewichtsrisiko haben. Diese Vermutung bestätigten jetzt Forscher von der Charité in Berlin in einer Meta-Analyse, die 66 Studien aus 26 Ländern analysiert und Daten von gut 640.000 Menschen zusammenfasst. Danach gibt es einen linearen Zusammenhang zwischen dem Geburtsgewicht und dem späteren Übergewichtsrisiko. Wer mit hohem Gewicht von mehr als 4.000 Gramm geboren wird, hat gegenüber normalgewichtigen Neugeborenen ein verdoppeltes Risiko, später zu viel zu wiegen.

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