Tödliche Hirntumoren bei Kindern durch gestörte Epigenetik

4. April 2012 | Von | Kategorie: onkologie

Jeremy Schwartzentruber et al.: Driver mutations in Histone H3.3 and chromatin remodelling genes in paediatric glioblastoma. Nature 482, 29.01.2012, S. 226-231.
Gang Wu et al.: Somatic histone H3 alterations in pediatric diffuse intrinsic pontine gliomas and non-brainstem glioblastomas. Nature Genetics 44, 29.01.2012, Online-Vorabpublikation.

Glioblastome sind häufig tödlich verlaufende Hirntumore. Doch ausgerechnet über die bei Kindern auftretenden, besonders aggressiven Formen weiß man bisher nur schlecht Bescheid. Jetzt erschienen zeitgleich zwei Studien von internationalen Forscherteams, die einen direkten Zusammenhang dieser Glioblastom-Formen mit einer Störung der epigenetischen Verpackung des Erbguts nahe legen. Teils scheinen Veränderungen der Histon-Proteine, um die sich der DNA-Faden zur Verpackung wickelt, verantwortlich für die Krebsentstehung zu sein. Teils sind wohl eher an der Aufwicklung der DNA beteiligte Enzyme schuld. Stefan Pfister aus Heidelberg, einer der Hauptautoren, möchte nun prüfen, ob eine epigenetische Therapie, die den Histon-Code der Glioblastome verändert, gegen das Tumorleiden helfen kann.

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