Pharmakologen tricksen Krebszellen aus

4. Februar 2014 | Von | Kategorie: onkologie

Nobuhide Ueki et al.: Selective cancer targeting with prodrugs activated by histone deacetylase and a tumour-associated protease. Nature Communications 4:2735, 05.11.2013, doi: 10.1038/ncomms3735.

Chemiker und Molekularbiologen aus New York haben eine epigenetische Besonderheit vieler Krebszellen ausgenutzt, um eine neue zielgerichtete Art der Chemotherapie zu entwickeln. Das eigentliche Krebsmedikament wird dabei so verpackt, dass es seine zelltötende Macht erst dann entfaltet, wenn ein epigenetisches Enzym aus der Gruppe der Histondeacetylasen (HDAC) sowie ein weiteres Enzym es chemisch verändert haben. Da HDACs ebenso wie das zweite verwendete Enzym in Krebszellen gehäuft auftreten, wird das Medikament weitgehend selektiv vor allem von diesen Zellen aktiviert. Gesunde Zellen bleiben verschont. Ein erster Versuch mit Mäusen, denen menschliche Tumorzellen eingepflanzt worden waren, verlief viel versprechend.

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