Gebrochene Herzen früh erkennen

9. November 2013 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Milosz Jaguszewski et al.: A signature of circulating microRNAs differentiates Takotsubo Cardiomyopathy from acute myocardial infarction. European Heart Journal, 17.09.2013, Online-Vorabpublikation.

Jeder vierzigste Mensch mit Verdacht auf Herzinfarkt leidet tatsächlich unter dem „Syndrom des gebrochenen Herzens“, auch Takotsubo-Kardiomyopathie genannt. Anders als beim Herzinfarkt wird das Herz dabei allerdings wieder vollständig gesund, so dass schon nach kurzer Zeit keine medizinische Behandlung mehr nötig ist. Leider war es bislang nur möglich, die korrekte Diagnose mit Hilfe einer Herzkatheter-Untersuchung zu stellen. Doch jetzt fand ein internationales Forscherteam eine epigenetische Signatur des „gebrochenen Herzens“, die in Zukunft bei der Diagnose helfen könnte. Der Gehalt von vier bestimmten im Blut zirkulierenden Mikro-RNAs reiche als „robuster Biomarker“ aus, um die beiden Leiden mit den unterschiedlichen langfristigen Prognosen zuverlässig voneinander zu unterscheiden, schreiben die Forscher.

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