Erkenntnisse des Jahrzehnts

3. Januar 2011 | Von | Kategorie: wirtschaft, projekte & medien

Elizabeth Pennisi: Shining a light on the genome’s ’dark matter’. Science 330, 17.12.2010, S. 1614.
Gretchen Vogel: Cells rewrite their own destiny. Science 330, 17.12.2010, S. 1618.

Das Wissenschaftsmagazin Science kürte zum Jahreswechsel die zehn wichtigsten Erkenntnisse des vergangenen Jahrzehnts. Gleich der erste Artikel widmet sich dabei der Epigenetik: Dass Forscher der „dunklen Materie“ des Genoms so viele neue Geheimnisse entrissen hätten, sei ein echter Meilenstein. Heute wisse man, dass die so genannte nichtkodierende DNA kein „Müll“ sei, wie noch 2001 gedacht, sondern der epigenetischen Genregulation diene, zum Beispiel indem sie Baupläne für Mikro-RNAs liefert. Zudem hat noch ein zweites Gebiet aus der Epigenetik den Sprung auf die Science-Liste geschafft: die Reprogrammierung von Körperzellen zu pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen). Nun wisse man, dass die berühmte epigenetische Landschaft, mit der Conrad Waddington bereits in den 1940er Jahren die Entwicklung einer Zelle veranschaulichte, keine Einbahnstraße sei. Zellen könnten darin auch „bergauf rollen“.

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