Epigenetischer Test sagt Ansprechen auf Antidepressivum voraus

3. August 2013 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

André Tadić et al.: Methylation of the promoter of brain-derived neurotrophic factor exon IV and antidepressant response in major depression. Molecular Psychiatry, 14.05.2013, Online- Vorabpublikation.

Nur bei etwa einem Drittel der Menschen mit Depression wirkt das zuerst verordnete Antidepressivum. Etwa einem Viertel hilft auch kein weiteres Medikament. Da die Wirkung der Mittel erst nach mehreren Wochen einsetzt, vergeht oft kostbare Zeit. Doch jetzt könnte ein epigenetischer Test helfen, den Erfolg der Medikation im Vorfeld besser abzuschätzen. Forscher aus Mainz und Hannover zeigten, dass bei Patienten mit einer bestimmten epigenetischen Markierung ihrer Blutzellen (Methylierung am BDNF-Gen) die Erfolgsaussicht eines getesteten Antidepressivums auf 60 Prozent steigt. Jetzt suchen die Forscher nach weiteren epigenetischen Markern, um den Test zu optimieren und prüfen, ob er auch bei anderen Antidepressiva hilft.

Schlagworte: , ,