Epigenetik macht T-Zellen in Tumoren wandelbar

29. Mai 2017 | Von | Kategorie: onkologie

Mary Philip et al.: Chromatin states define tumour-specific T cell dysfunction and reprogramming. Nature 545, 25.05.2017, S. 452-456.

Solide Krebsgeschwulste werden zwar von spezifischen Immunzellen des Körpers besiedelt, diese CD8 T-Zellen funktionieren aber nicht richtig. Sie können dem Krebs nichts anhaben. Immuntherapien, die diese Zellen wieder funktionsfähig machen, haben bereits große Erfolge erzielt. Allerdings ist noch unklar, wie man geeignete Patienten erkennt und welche T-Zell-Varianten den Effekt genau vermitteln. Nun haben sich Forscher aus den USA CD8 T-Zellen in Tumoren von Mäusen genauer angeschaut, und systematische epigenetische Unterschiede entdeckt, je nachdem, ob die Zellen noch wandelbar waren oder nicht. Nur im ersten Fall sind die Zellen potenziell empfänglich für eine heilende Reprogrammierung.

In einem nächsten Schritt entdeckten die Forscher eine Oberflächenstruktur auf den Zellen, mit deren Hilfe sich ihr epigenetischer Zustand gut erkennen lässt. Weil dieser Marker auch bei T-Zellen in menschlichen Tumoren vorkommt, hoffen sie nun, nicht nur mögliche Ansatzpunkte für zukünftige Immuntherapien gefunden zu haben, sondern auch einen leicht zugänglichen Biomarker, der vorhersagen kann, ob eine Therapie bei einem bestimmten Patienten überhaupt erfolgreich sein wird oder nicht.

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