EpiBeat ist noch interessanter geworden

20. November 2014 | Von | Kategorie: wirtschaft, projekte & medien

www.epibeat.com

Die Internetseite EpiBeat hat einen Relaunch hinter sich und ist nun ein ganzes Stück spannender geworden. Neuerdings können hier auch Forscher selbst bloggen und so auf eigene interessante Studien hinweisen oder die Arbeit ihre Kollegen beleuchten. Etwa wöchentlich erscheinen so meist spannende Beiträge zu aktuellen Fragestellungen der Epigenetik mit Verweisen auf die aktuelle Literatur.

localization-of-H3K27me3S28p-picture_oTSo beschäftigt sich ein aktueller Artikel mit der epigenomischen Analyse der Zellen von Asthmapatienten. Lesenswert ist auch eine Zusammenfassung des aktuellen Stands zum Thema Epigenetik und Typ-2-Diabetes. Es wird gefragt, ob generationsübergreifende epigenetische Vererbung und die epigenetischen Folgen der Ernährung im Mutterleib verantwortlich dafür sind, dass „Alters“-Diabetiker immer jünger werden? Das sei noch immer unklar, so das Fazit, aber in einer aktuellen Studie gelang es immerhin, Ratten mit einer Art Diabetes mit Hilfe eines epigenetischen Medikaments ein Stück weit zu therapieren.

Interessant ist auch ein Artikel von Gilberto Fisone vom Karolinska Institut in Stockholm. Er berichtet über eine aktuelle Studie aus seinem Labor mit Mäusen, die an einer Art Parkinson erkrankt sind. Mit Kollegen fand er epigenetische Veränderungen in Gehirnzellen, die eine Folge der Gabe des Medikaments L-Dopa sein könnten und vielleicht verantwortlich dafür sind, dass Menschen, die dieses eigentlich effektive Medikament erhalten, nach einer gewissen Zeit extreme Nebenwirkungen zeigen.

Bild: Immunfluoreszenz-Aufnahme, die epigenetische Veränderungen in Gehirnzellen von parkinsonkranken Mäusen sichtbar macht, die mit L-Dopa behandelt wurden (Giada Spigolon, Karolinska Institut, Stockholm, Schweden).

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