Blasenkrebs wegen gestörter Epigenetik

3. Oktober 2011 | Von | Kategorie: onkologie

Yaoting Gui et al.: Frequent mutations of chromatin remodelling genes in transitional cell carcinoma of the bladder. Nature Genetics 43, 07.08.2011, S. 875-878.

So genannte Urothelkarzinome machen rund 90 Prozent der Blasenkrebse aus. Jetzt entdeckten Forscher aus China und den USA, dass eine der entscheidenden Auslöser dieser Karzinome womöglich eine Störung der Regulation des Chromatins ist. In 59 Prozent der Proben von 97 Patienten fanden die Forscher Mutationen jener Gene, die den Umbau und die Struktur des Chromatins steuern (Chromatin remodulierende Gene). Da es zudem auch noch einen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der Erkrankung und dem spezifischen Mutationsmuster gibt, könnte das Ergebnis auch bei einer zukünftigen Klassifikation und Diagnose von Blasenkrebs helfen.

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