Krebsschutz per Nahrung?

7. Juli 2016 | Von | Kategorie: onkologie

Eswar Shankar et al.: Dietary phytochemicals as epigenetic modifiers in cancer: Promise and challenges. Seminars in Cancer Biology, 23.04.2016, Online-Vorabpublikation.

Pflanzeninhaltsstoffe etwa aus Kurkuma, grünem Tee, Sojabohnen oder Kresse stehen schon lange im Verdacht, epigenetisch aktive Enzyme zu beeinflussen und damit zumindest theoretisch auch eine krebsvorbeugende Wirkung zu haben. Ernährungsstudien beim Menschen konnten diese Zusammenhänge zwar noch nicht bestätigen, doch Experimente mit Zellkulturen und Tieren zeigen immerhin, dass die Substanzen tatsächlich eine epigenetische Wirkung haben können und auch die Epigenome von bösartigen Zellen verändern. Jetzt fassen Eswar Shankar und Kollegen den derzeitigen Stand des Wissens auf diesem spannenden Forschungsgebiet in einer anschaulichen Übersichtsarbeit zusammen. Unter anderem gehen sie darauf ein, dass Inhaltsstoffe aus grünem Tee in Tumorzellen die Expression eines Tumorsuppressor-Gens reaktivieren können und dass sie in menschlichen Prostatakrebszellen das epigenetische Enzym DNMT hemmen.

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