Chromatin-Regulator macht Lungenkrebs aggressiv

2. Juli 2011 | Von | Kategorie: onkologie

Monte M. Winslow et al.: Suppression of lung adenocarcinoma progression by Nkx2-1. Nature 473, 05.05.2011, S. 101-104.

Krebsforscher um Monte Winslow vom Massachusetts Institute of Technology, USA, entdeckten einen neuen Angriffspunkt für Medikamente, die Lungenkrebszellen auf epigenetischem Weg weniger bösartig machen könnten. In Experimenten mit Mäusen fanden sie, dass Lungenkrebszellen besonders selten metastasieren, wenn ein bestimmter, das Ablesen von Genen steuernder Botenstoff, die Aktivität des so genannten Hmga2-Gens unterdrückt. Dieses Gen kodiert wiederum für ein Enzym, das die Chromatinstruktur epigenetisch verändert und damit die Aktivität vieler Gene gleichzeitig modulieren kann. Es ist vor allem während der Embryonalentwicklung, aber auch bei Krebszellen aktiv. Nun dürfte die Suche nach einer Substanz beginnen, die Hmga2 pharmakologisch unterdrückt, denn sie könnte eine neuartige Waffe im Kampf gegen Krebs werden.

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