Auch lange RNAs spielen Rolle bei Krebs

2. August 2013 | Von | Kategorie: onkologie

Zhou Du et al.: Integrative genomic analyses reveal clinically relevant long noncoding RNAs in human cancer. Nature Structural & Molecular Biology 20, 07/2013, S. 908-913.

Die epigenetische Bedeutung so genannter langkettiger nichtkodierender RNAs (lncRNAs) wird immer besser erforscht. So reguliert zum Beispiel ein Exemplar namens MALAT1 Gene, die an der Metastasierung von Lungenkrebs beteiligt sind (siehe Newsletter Epigenetik 02/2013). Jetzt wollten Bioinformatiker aus China und den USA gezielt das bislang geringe Wissen um den Einfluss der lncRNAs auf Krebs verbessern. Sie ermittelten Profile von gut 10.000 menschlichen lncRNAs in etwa 1.300 Tumoren aus vier Krebsarten und berechneten, welche der Substanzen für die Krankheiten eine besonders wichtige Rolle spielen dürften. Damit haben sie viele neue Zielstrukturen gefunden, die sich als potenzielle Angriffspunkte für die Diagnose und Therapie von Krebs anbieten. Das Potenzial ihrer Analyse unterstrichen die Forscher mit einem Experiment: Es gelang ihnen, vorherzusagen, wie sehr die Konzentration zweier neu entdeckter lncRNAs das Wachstum von Prostatakrebszellen beeinflussen.

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