Umwelt beeinflusst Risiko für Typ-1-Diabetes

25. Januar 2017 | Von | Kategorie: grundlagenforschung

Dirk S. Paul et al.: Increased dna methylation variability in type 1 diabetes across three immune effector cell types. Nature Communications 7, 29.11.2016, ncomms13555.

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit, bei der sich das eigene Immunsystem gegen die Insulin produzierenden Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse wendet. Das Leiden wird seit einigen Jahren immer häufiger, weshalb viele Forscher annehmen, bislang unbekannte Umwelteinflüsse beeinflussten das Krankheitsrisiko in eine negative Richtung. Jetzt liefern Epigenetiker Daten, die diese These stützen. Die Forscher aus aller Welt analysierten die Epigenome eineiiger Zwillingspaare, bei denen einer an Typ-1-Diabetes litt und der andere nicht. Dabei entdeckten die Forscher in drei Arten von Immunzellen systematische Abweichungen. Diese sind zumindest zum Teil auf nachgeburtliche Umwelteinflüsse zurückzuführen, wie ein Vergleich mit den Epigenomen Neugeborener ergab. Die Epigenome einer gesunden Kontrollgruppe entsprechen zudem jenen der gesunden Zwillinge. All das spricht dafür, dass es Signale aus der Umwelt waren, die die epigenetischen Veränderungen induzierten und dass diese tatsächlich eine maßgebliche Rolle im Krankheitsgeschehen spielen.

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