Das Krebs-Epigenom: Konzepte und Möglichkeiten

31. Mai 2017 | Von | Kategorie: onkologie

Mark A. Dawson: The cancer epigenome: Concepts, challenges, and therapeutic opportunities. Science 355, 17.03.2017, S. 1147-1152.

Im März widmete das führende Fachblatt Science seinen Schwerpunkt den Fortschritten in der Krebstherapie. Selbstverständlich war auch ein Übersichtsartikel über Krebs-Epigenetik dabei. Der Australier Mark Dawson kommt darin zu dem Schluss, dass die gesamte Biologie bösartiger Tumore durch epigenetische Veränderungen beeinflusst sei, und dass die zunehmende Erforschung dieser Zusammenhänge die Krebstherapie auch weit über das bereits bestehende Maß hinaus befruchten wird.

Besonders hoffnungsvoll stimmen Dawson neueste Erkenntnisse über das Zusammenspiel aus Immunsystem und Epigenetik (siehe zum Beispiel auch die beiden vorangegangenen Beiträge: Epigenetik macht T-Zellen wandelbar und Epigenetischer Wirkstoff macht Fresszellen Appetit auf Krebs). Es werde klar: Viele epigenetische Therapien veränderten Immunzellen und machten Immuntherapien auf diesem Weg effektiver. Optimistisch blicke er deshalb auf die zunehmende Erforschung von Ansätzen, bei denen Onkologen Immuntherapien mit epigenetischen Mitteln kombinierten.

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